Montag, 17. Juni 2019
Notruf: 112

Jahresabschlussübung - Feuerwehr, DRK, Malteser

Brakeler Rettungskräfte proben Zusammenarbeit

Hilfsorganisationen, Rettungsdienst und Feuerwehr proben dramatisches Szenario im Industriegebiet „Rieseler Feld“

- Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person, mehrere Verletzte“- 

Mit dieser Meldung wurde der Löschzug I der freiwilligen Feuerwehr Brakel, bestehend aus dem Löschzug Brakel und den Löschgruppen Bellersen und Bökendorf, gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst Brakel, dem Deutschen Roten Kreuz Brakel und einem Rettungswagen der Lehrrettungswache Brakel ins Industriegebiet „ Rieseler Feld“ alarmiert.

Die Besatzung des ersteintreffenden Rettungswagen des hauptamtlichen Rettungsdienstes konnte nach einer ersten Erkundung schnell die Rückmeldung geben, dass insgesamt drei PKW in den Unfall verwickelt waren, in jedem PKW war eine Person eingeklemmt. Zwei PKW waren durch den Aufprall auf der Seite zum Stehen gekommen, ein weiterer war gegen einen Baum geprallt.

 

Verunfallter PKW, abgearbeitet durch eine Gruppe des Löschzug Brakel

Kurze Zeit später trafen die ersten Einheiten der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen ein. In enger Absprache mit dem Rettungsdienst wurde die Einsatzstelle geordnet und in drei Einsatzabschnitte aufgeteilt, sodass zügig mit der technischen Rettung, mittels hydraulischen Rettungsgeräts, begonnen werden konnte.

Für ein Team des Löschzug Brakel und das Team der Löschgruppen Bellersen und Bökendorf hatte sich Übungsleiter Michael Seibert durchaus ansprechende Szenarien einfallen lassen. Beide PKW befanden sich in Seitenlage auf der Fahrerseite, zusätzlich waren die Fahrer im Fußraum eingeklemmt. Ein zweites Team des Löschzug Brakel rettete eine Person die mit einem PKW gegen einen Baum geprallt war. Nicht zuletzt aufgrund des hervorragenden Ausbildungsstandes der Feuerwehr Brakel, konnten aber auch diese Szenarien schnell und sicher abgearbeitet werden.

In einer Nachbesprechung direkt nach der Übung fand Löschzugführer Jürgen Romund lobende Worte für seine Mannschaft. Besonders dankte er jedoch den beiden Hilfsorganisationen und dem Rettungsdienst! Romund stellte heraus: „ Ein realer Einsatz kann nur dann reibungslos ablaufen, wenn Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Rettungsdienst miteinander arbeiten. Die Verkehrsunfälle in den letzten Wochen bei Bellersen, Brakel und Istrup haben gezeigt, dass dieses Miteinander in Brakel gelebt werde.“

 

Das Team des DRK Brakel bei der Versorgung des Patienten nach der Rettung

Der Leiter der Feuerwehr, Sven Heinemann, freute sich, dass trotz des besonderen Termins, die Übung fand am 23.12.2015 statt, insgesamt 44 Einsatzkräfte teilgenommen hatten. Er stellte aber auch heraus, dass Brakel aufgrund der Bundesstraßen 64 und 252 einen Unfallschwerpunkt im Kreis Höxter bildet. Besonders in den letzten zwei Monaten war die Brakeler Wehr stark gefordert. Insgesamt zu fünf schweren Verkehrsunfällen mussten die Einsatzkräfte der Nethestadt ausrücken. Solche Übungen seien also immer wieder notwendig. Freuen darf sich der Löschzug Brakel auch auf die lange erwartete neue Technik. Das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug werde voraussichtlich im Februar 2016 ausgeliefert.

 

Links ein verunfalltes Fahrzeug, rechts im Bild der RTW I Brakel und das HLF 20 Brakel

 

Das verunfallte Fahrzeug nach der technischen Rettung durch die LG Bellersen/Bökendorf

 

Das Team des HLF20 zusammen mit den Mitarbeitern des Rettungsdienstes bei der technischen Rettung

 

Patientenorientierte Rettung, LG Bellersen/Bökendorf arbeitet Hand in Hand mit dem Team des DRK Brakel

 

Bericht: Sören Krelaus, Freiwillige Feuerwehr Brakel

Fotos: Michael Weinreich, DRK Ortsverband Brakel

 

Drucken E-Mail