Donnerstag, 23. November 2017
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Chronik

Im Jahre 1897 wurde in Erkeln nach einer großen Brandkatastrophe die Freiwillige Feuerwehr gegründet. In der Gründungsversammlung, zu der Johannes Backhaus eingeladen hatte, wurde Bernhard Willeke als erster Brandmeister und Josef Nutt als stellvertretender Brandmeister gewählt. Die ersten Schriftführer waren die Kameraden Löhr und Johannes Backhaus. Zum Gerätewart wurde Wilhelm Eilebrecht gewählt. Das erste Vereinsgeld verwaltete Johannes Johlen. Als weitere Mitglieder der nun so gegründeten Feuerwehr Erkeln konnten Johann Seck, Franz Kieneke, Hugo Kleibrink, Xaver Zimmermann, Josef Beine und Johannes Giefers aufgenommen werden. Als Bleibe diente das alte Spritzenhaus aus dem Jahre 1858. Es ist bis heute unverändert erhalten. Zeitweilig wurde es auch zweckentfremdet, nämlich als Gemeindegefängnis.

Zur Brandbekämpfung stand der damaligen Löschgruppe eine Saugdruckspritze zur Verfügung, die bis heute noch voll funktionsfähig im Besitz der Feuerwehr Erkeln ist und die bei besonderen Anlässen wie Jubiläum oder Hochzeiten wieder vorgeführt wird. Das Wasser musste jedoch erst mühsam mit Ledereimern zur Spritze getragen werden. Die Chronik besagt, dass jeder Mann, der durch Einheirat in Erkeln ansässig wurde, für die Brandbekämpfung einen Ledereimer zur Verfügung stellen musste. Heute sind noch drei dieser Ledereimer vorhanden.

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Als im Jahre 1913 die Wasserleitung im Ort fertiggestellt wurde, konnte auch Wasser aus einem Hydranten entnommen werden. Nach dem ersten Weltkrieg war die Wehr in einem sehr schlechten Zustand. Ausrüstung und Schlauchmaterial waren nicht mehr zu gebrauchen. Im Dezember 1920 wurde durch den Bürgermeister Ludwig Backhaus eine ordentliche Generalversammlung einberufen, um die Wehr wieder neu zu organisieren. Zu dieser Zeit war Johannes Giefers Brandmeister in Erkeln, der sich auf 55 Mitglieder stützen konnte.

Von 1924 bis 1934 leitete Anton Rampe die Feuerwehr. Während des zweiten Weltkrieges wurden fast alle Mitglieder zum Kriegsdienst eingezogen, dadurch wurde eine Pflichtfeuerwehr notwendig. Viele Feuerwehrkameraden haben den Krieg nicht überlebt, so dass eine große Lücke in der Gruppe entstand, die nur sehr schwer zu schließen war. In der schweren Zeit des Krieges leitete Engelbert Zimmermann die Wehr.

Die fortschreitende Technisierung machte auch nicht vor der Feuerwehr halt. So wurde im Jahre 1952 von der Gemeinde Erkeln eine Motorspritze (TS 8/8) mit Schlauchwagen angeschafft.

Im Jahre 1967 wurde Engelbert Zimmermann durch Ferdinand Köring abgelöst.

Danach kam 1974 das erste Feuerwehrfahrzeug für Gerät und Mannschaft nach Erkeln. Ein Ford Transit leistete der Löschgruppe gute Dienste. Doch nicht nur die Anforderungen an das technische Gerät stiegen weiter an, auch die Erkenntnisse über die Gefahren bei Bränden und bei Einsätzen zur technischen Hilfeleistung machten die Ausbildung von Feuerwehrkameraden im Bereich des Atemschutzes notwendig.

Das erste Fahrzeug machte den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses notwendig, das als Anbau an die Gemeindehalle 1976 eingeweiht werden konnte.

Am 27. Oktober 1984 konnte die Löschgruppe Erkeln sich einen lang ersehnten Wunsch erfüllen. Die eigene Standarte wurde feierlich eingeweiht.

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1987 gingen die Aufgaben des Löschgruppenführers auf Josef Nutt und im Jahre 1992 auf Andreas Kleibrink über.

Da das damalige Feuerwehrgerätehaus den heutigen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Unterbringung des feuerwehrtechnischen Gerätes nicht mehr genügte, wurde der Neubau eines Gerätehauses beschlossen. Doch drohte dieser Entschluss bereits wieder zu kippen, fand man doch nicht den geeigneten Standort. Nach langen Suchen konnte im Jahre 1993 mit dem Bau des Gerätehauses begonnen werden. In vielen Stunden haben die Kameraden der Löschgruppe Erkeln an der Fertigstellung des Gerätehauses mitgewirkt.  Im darauffolgenden Jahr war es dann soweit. Nach der feierlichen Einweihung und einem Tag der offenen Tür konnte der Umzug ins neue Heim beginnen.

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Im Jahre 2012 wurde für die Löschgruppe ein neues Fahrzeug angeschafft. Und im Rahmen einer Feierstunde den Feuerwehrkameraden übergeben. Mit diesem TSF-W besitzt die Löschgruppe Erkeln nun ein zukunftsweisendes und mit den erforderlichen technischen Gerätschaften ausgestattetes Fahrzeug, dessen Ausstattung auch als Modell für künftige TSF-W-Anschaffungen in weiteren Löschgruppen der Stadt Brakel ist.

LF8 TSFW Erkeln

Auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2016 fand eine Anhörung der aktiven Feuerwehrkameraden statt, auf der nach 23-jähriger Amtszeit von Andreas Kleibrink die Funktion des Löschgruppenführers an Christopher Pöppe übergeben werden konnte.