Donnerstag, 18. April 2019
Notruf: 112

Hilfreiche Nachbarn retteten / 150 000 Mark Schaden / Kripo ermittelt

Rheder (Jahr unbekannt). Nur mit knapper Not konnten sich bei einem Großbrand in Rheder, der in der Nacht ausbrach, eine 56jährige Witwe und vier weitere Familienangehörige vor dem Flammentod retten. Buchstäblich in letzter Sekunde wurden sie durch lautes Klopfen und Schreien aufmerksamer Nachbarn aus dem Schlaf aufgeweckt, als bereits ein Vorratsraum neben dem Schlafzimmer in Flammen stand. Das Wohnhaus und ein angrenzendes Stallgebäude wurden vollständig zerstört.

Das Feuer, das um Mitternacht ausbrach wurde von Nachbarn erst bemerkt, als die Flammen bereits aus dem Dach des Hauses schlugen. Hilfbereite Menschen brachten Frau Elisabeth B. und die anderen betroffenen Familienmitglieder, die sich zum Teil nur im Schlafanzug aus dem brennenden Haus retten konnten, nach der Rettung in Sicherheit. Vergeblich bemühte man sich, noch Hausrat zu retten. Von dem Vieh im Stallgebäude verbrannten ein Schwein und eine Reihe von Hühnern in den Flammen. Die anderen Tiere konnten von Wehrmännern der Feuerwehren von Rheder und Brakel gerettet werden.
Das Feuer in dem erst im vorigen Jahr vollständig renovierten Fachwerkhaus griff so schnell um sich, dass die etwa 40 Feuerwehrleute, die bereits kurz nach dem Alarm um 0:25 Uhr zur Stelle waren, von den Gebäuden nichts mehr retten konnten. Vier Feuerwehrfahrzeuge und neun C-Rohre, die das Löschwasser aus der Nethe bezogen, wurden eingesetzt. Gegen 3 Uhr war das Feuer unter Kontrolle.
Auch am Mittag als ein Mitarbeiter der Zeitung noch einmal am Brandherd war, verhüllten dichte Qualmwolken noch immer die Feuerstelle. Decken stürzten ein und die Feuerwache hatte noch alle Hände voll zu tun. Ein Sprecher der Brakeler Wehr: "Die Löscharbeiten werden mit Sicherheit noch ein paar Tage dauern." Die Kriminalpolizei Höxter ermittelte am Brandort, um der Ursache des Großfeuers auf den Grund zu gehen.

 

Quelle: Zeitungsausschnitt aus der Westfalenzeitung